Magicians Revolution – Remaster: Visuelle Effekte

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Die Visuellen Effekte haben 2000 einen großen Teil der Zeit gefressen, die wir für die Erstellung des Films gebraucht haben. Durchgeführt haben wir das mittels Einzelbildbearbeitung an einem Malprogramm. Da ich die Originalexporte der Dateien von damals nicht mehr habe bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Szenen mit Spezialeffekten von der VHS Kopie nehmen (dann sieht das Bild schlecht aus) oder alles neu machen (riesen Arbeit). Ich hab natürlich völlig euphorisch beschlossen alles neu zu machen.

Das ist nicht ganz so einfach wie gedacht. Mit dem aktuell von mir verwendeten Programm kann man eigentlich recht schnell und gut Spezialeffekte erstellen. In Full HD. Oder 4K. Oder 8K. Aber das Ding hat nicht einmal eine Voreinstellung für SD. 720p ist das absolute Minimum. Dann findet es auch nichts zum Tracken (also die automatische Verfolgung eines Objektes), weil die Auflösung einfach zu gering ist. Noch dazu sieht das extrem merkwürdig aus, einen Effekt in HD auf einen SD Film zu legen. Das wurde dem ganzen nicht gerecht. Also mache ich es ohne Tracking manuell mit einem 15 Jahre alten Programm. Das hat zwar auch HD Auflösung, bietet aber auch SD und berechnet das auch so. Mit diesem Programm hatte ich vor etlichen Jahren schon einmal angefangen das ganze zu machen aber nachdem es mir nach einer lange Sitzung abgestürzt ist, ohne die Änderungen zu speichern, hatte ich die Lust verloren. Jetzt sitze ich doch wieder vor dem alten FX Home. Es ist mehr oder minder wieder eine Einzelbild Bearbeitung auch wenn es etwas einfacher geht als beim ersten Mal. Eigentlich will ich es auch gar nicht besser machen. Ja die Effekte sollen schöner aussehen als in der allerersten Bearbeitung aber nicht so gut, wie man sie heute hin bekommen kann, das würde dem Film irgendwie auch nicht entsprechen und sieht merkwürdig aus.

Scan des VHS Originals
Fertig nachbearbeitete Szene

Abgesehen natürlich von dem schärferen Bild, ist alles etwas kontrastreicher gestellt um die Bedrohlichkeit der Situation zu unterstreichen. Die Stäbe leuchten intensiver.

Die restlichen Effekte sind alle relativ einfach gehalten, das Programm ist stark limitiert. Stört aber nicht.

21 Szenen waren es insgesamt, die digitale Effekte erhalten haben. Das sind drei mehr als im Original. In der ersten Szene, in denen von Stabkampf die Rede ist und geübt wird, waren im Originalfilm keine Effekte an den Stäben zu sehen. Das erste Mal passiert dies bei einem “echten” Kampf. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Effekte sehr zurückhaltend eingesetzt. Das hat bei der ersten Aufführung dafür gesorgt, dass die (positive) Überraschung recht groß war. Das kann man sich glaube ich sparen, ich habe also alle Szenen mit Stäben auch entsprechend bearbeitet. Sehr gut wirkt das ganze bei dem Kampf, den Kim und Mathias durchgeführt haben, der nur ein kleiner freundschaftlicher Disput war und deshalb nicht mit Magie geführt wurde. Jetzt wirkt er allerdings optisch viel besser. Wenn ich allerdings noch ein einziges weiteres Bild mit Kim’s Doppelstab ausmalen muss, werde ich vermutlich einfach durchdrehen.

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