Magicians Revolution – Remaster: Ton

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Der Ton bei einem Film gliedert sich in drei wesentliche Bereiche: 1. Die Aufnahme, 2. Toneffekte und 3. Musik

Der Ton ist ein ziemliches Problem. Die Nieren Micros die wir verwendet haben, hatten wir an Stangen geklebt um den Ton “angeln” zu können. Allein die Micros waren schon nicht wirklich gut, der Ton klingt extrem Höhenlastig, hat keine Bässe und wirkt etwas blechern. Die Stangen konnten wir nicht richtig isolieren, dadurch ist auf der Tonspur oft ein störendes Knarzen zu hören. Das sind die Stangen, wenn sie nicht absolut still gehalten werden, was kaum möglich war. Bleibt kaum was anderes übrig, als den Ton an vielen Stellen ab zu drehen und mit etwas Hintergrundrauschen aufzufüllen. Noch ein Problem ergab sich bei einigen (zum Glück wenigen) Szenen mit Windgeräuschen. Wir hatten nur den Schaumstoff Windschutz, der nur gegen ganz leichten Wind hilft. Da lässt sich hinterher kaum etwas machen. Allerdings war der Ton schon in soweit viel besser als bei den Produktionen davor, dass man in der Regel überhaupt jeden Darsteller verstanden hat. Der erste Schritt war also den Ton so zu schneiden, dass alle übermäßig störenden Passagen raus geschnitten wurden und auch alles, wo ggf. noch Anweisungen zu hören sind. Die Stille wurde mit rudimentärem Rauschen aus anderen Szenen ersetzt, damit es beim Hörgefühl natürlich bleibt.

Ich besitze eine nicht unerhebliche Anzahl an Lizenzfreien Geräuschen, die in den Film mit eingeflossen sind. Aber natürlich versucht man gerade bei Magie Effekten etwas zusammen zu mischen, das sich “natürlich” anhört. Was sich ja eigentlich widerspricht. Die Schwertkämpfe haben es dabei besonders in sich, denn sie müssen mächtig klingen, sollen aber möglichst nicht zu sehr an Star Wars erinnern. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Effekte so zurecht gedreht hatte, dass es einigermaßen passend klang. Dabei sind eine ganze Menge einzelner und unterschiedlicher Geräusche zum Einsatz gekommen.

Die Musik ist ein sehr heikles Thema. Sie soll natürlich komplett Gema Frei sein. Im Original habe ich damals etwa 8 kommerzielle Stücke eingespielt. Es ist fast unter jede Szene Musik gemischt. Da wir den Film anno 2000 nur bei Aufführungen gezeigt haben, bei denen wir entsprechende Gema Gebühren entrichtet haben, war das nie ein Problem. Auf Youtube und im Internet schon. Jetzt arbeite ich an der Musik.

Dies ist das Hauptthema. Und so klingt es im Titel, als langsames Stück und beim schnellen Stück.

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